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Historie

40 Jahre Tischtennis im MTV Wittingen von 1853 e.V.

 

Ein Rückblick und der Versuch nach vorne zu schauen.

 

Eigentlich können die Vereinsgründer um Manfred Rother jetzt stolz auf sich sein. Ob sie wohl in der Gründerzeit jemals daran gedacht haben, 40 Jahre später mit uns dieses Jubiläum zu begehen? Im Jahr 1963 , noch gemeinsam beim VFL Knesebeck spielend, kamen sie auf die Idee, sich dem gut geführten MTV Wittingen anzuschließen. Schließlich wohnten alle in Wittingen. Dessen 1. Vorsitzender, Albert Kausche, ermöglichte bald dem Wunsch der Spieler Manfred Rother, Hans Lotzin und Joachim Tarrach zu entsprechen. Der Kauf von 2 TT-Tischen wurde genehmigt, eine Trainingsmöglichkeit mittwochs von 19.30 Uhr bis 21.00 Uhr in der Turnhalle der Hauptschule geschaffen und den Fahrtkostenzuschüssen zugestimmt.

 

Laut Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 27.02.1963 bestand nun die Sparte Tischtennis im MTV Wittingen mit ihrem 1. Spartenleiter Manfred Rother. Hinzu kam ein ehemaliger Spieler vom VFL Wittingen, Harald Schmidt, und schon konnte die 1. Mannschaft mit den erfahrenen Spielern ihren Siegeszug bis in die 1. Bezirksklasse Gifhorn/Wolfsburg beginnen.

 

Rother begann seine Aktivitäten mit einem wahren Feuerwerk an Veranstaltungen und Turnieren. Kurz nach der Gründung wurden die 1. Jugendvereinsmeisterschaften, das 1. Pokalturnier „Altkreis Isenhagen“ und die 1. Stadtmeisterschaft ausgetragen. Diese Turniere werden nun in den folgenden Jahren zum festen Bestandteil im Programm der Sparte. Im Februar 1964 war die Ungarische Nationalmannschaft zu Gast in Wittingen. Ein Großereignis für die Zonengrenzstadt und aufregendes Erlebnis für alle Aktiven. Noch im selben Jahr gewann man den Vorgabepokal gegen den Oberligisten VFL Wolfsburg im Entscheidungssatz mit 7:6 bei einer 11:0 Vorgabe.

 

Bereits am 17.03.1965 löst Wolfgang Löffler Rother als Spartenleiter ab und führte nun die Sparte die nächsten 8 Jahre. Unter seiner Leitung wurde die Jugendarbeit intensiviert, sodass bis 1971/1972 in der Spitze 8 Jugendmannschaften am Spielbetrieb teilnahmen. Dabei unterstützte ihn maßgeblich Günter Wellnitz. Meinungsverschiedenheiten bei den Herren führten allerdings dazu, das nur noch 8 Herrenspieler in der Saison 70/71 zu ihrem Verein hielten, auch die Gründer hatten sich inzwischen verabschiedet. Die 1. Herren spielte da wo sie mal begann, in der 2. KK Nord. Es dürfte das schlechteste Jahr der Vereinsgeschichte gewesen sein, allerdings war die Jugendarbeit davon nicht betroffen!

 

Wolfgang Löffler wurde am 22.03.73 zum 1. Vorsitzenden des MTV gewählt, sein Nachfolger in der TT-Sparte wurde Günter Kotzam, der dann aber aus beruflichen Gründen nach 1 ½ Jahren verzog. In dieser Zeit kommen langsam die eigenen Talente hervor und mit Schwarz, Gott, Kotzam und Löffler wird 1973 der Vorgabepokal gegen den MTV Vorsfelde 2 gewonnen. Weitere sportliche Erfolge wie der Aufstieg in die höchste Spielklasse im Kreisverband Gifhorn folgen. 1974 wird die Kreismeisterschaft Damen, Herren und Jugend in der Großturnhalle in Wittingen ausgerichtet.

 

H.-G Schwarz übernimmt ab Mitte 1974 von Kotzam die Spartenleitung. Als C-Trainer übernimmt gleichzeitig die Jugendarbeit. Schnell entwickeln sich die bereits vorhandenen Jugendlichen spielerisch weiter. Mit Siegfried Uhde kommt 1976 ein weiterer Spieler und Trainer zu uns und wir erleben nun bis in die Saison 80/81 in allen Bereichen sportliche Höhepunkte. Seine Tätigkeit als Lehrer in der OS füllte unsere Halle mit Kindern. Mit dazu beigetragen hat auch, dass wir ab 1977 in der Turnhalle der Sonderschule 3 mal die Woche trainieren können sowie am Wochenende nach Vereinbarung. Weitere 2 Tische sind auf dem Saal in Kakerbeck und einer bei Siegfried Uhde aufgebaut, an denen nun zu jeder Zeit trainiert werden kann.

 

In dieser Zeit dürften wir wohl die erfolgreichste MTV TT-Geschichte im Herren und Jugendbereich, männlich wie weiblich, geschrieben haben. Ausrichtung der Kreismeisterschaften 1978 Damen, Herren und Jugend, Jubiläumsturnier mit hochklassigen Mannschaften (1. und 2. Landesliga, 1. Bezirksliga Lüneburg usw.) und Abschlussball in der Stadthalle. Über 40 Spieler und Spielerinnen von ca. 70 Mitgliedern nehmen an den Punktspielen teil. 1981 gewinnen die Schülerinnen A. Thielen, S. Dantz, I. Burmeister u. G. Trautmann die Bezirksmannschaftsmeisterschaft.

 

Gewinn des Großen Jugendwanderpokals bei den Kreismeisterschaften, Kreismeistertitel in allen Altersklassen. Die 1. Herren ist in die 1. Bezirksliga aufgestiegen und das alles mit eigenem Nachwuchs!  

 

Doch dann bewegen wir uns langsam im Herrenbereich wieder nach unten. Einige der erfolgreich eingesetzten Jugendlichen beginnen 1980/1981 ihr Studium und kehren Wittingen den Rücken, wie Jochen Löwe, Thorsten Zeller, Carsten Delfs usw. Die noch jüngeren Mädchen setzen dafür zum Höhenflug an und bestimmen mit Andrea Thielen in den nächsten 3 Jahren in ihren Altersklassen das Geschehen.

 

Siegfried Uhde wechselt 1983 aus beruflichen Gründen nach Gifhorn. Es ist schwer ihn zu ersetzen. Mit Olaf Holz kommt ein Nachwuchsmann aus den eigenen Reihen, der sich um die Jugendlichen kümmert. In dieser Zeit sind auch wieder Manfred Rother, Hans Lotzin, Harald Schmidt und später Jimmy Steffens zum MTV zurückgekehrt. Das hohe spielerische Niveau in der Jugendabteilung können wir bis 88/89 halten. In den Jahren dazwischen etabliert sich eine Damenmannschaft bis in die Bezirksoberliga. Die Schüler Oliver Friebe, Franco Mascia u. Willi Wichmann werden 1. , 2. und 3. bei den Kreismeisterschaften. Andrea Thielen unterstützt die Jugendarbeit als Übungsleiterin. Die 1. Herren wird zur Fahrstuhlmannschaft, steigt 3 Jahre hintereinander nach Spielerabgängen ab. Wehrpflicht und Studium tragen mit dazu bei. In den folgenden Jahren hält sich dafür die 1. Herren bei den Pokalwettbewerben schadhaft und gewinnt 1990 mit Busse, Schwarz, Wichmann, Kruse den Vorgabepokal, nachdem in den beiden Jahren zuvor die Endspiele verloren wurden.

 

Auch die 3. Herren mit Rahn, Jördens, Lotzin und Thielen gewinnen 1991 den Kreispokal der 2/3. Kreisklassen.

 

Nach und nach werden wieder spielstarke Jugendliche in den Herrenbereich übernommen. In der Saison 95/96 spielt die 1. Herren in der 1. Bezirksklasse bereits wieder im 4. Jahr.

 

1991 greift Michael Rother als Jugendbetreuer und 2 Jahre später Volker Schulze und Willi Wichmann mit ein. Es wird wieder eine äußerst erfolgreiche Mädchenmannschaft aufgebaut die bis 1997/1998 alles gewinnt was es zu gewinnen gibt und dann in die Damenmannschaft übernommen wird. Parallel entwickelt sich eine männliche Jugend, die sich bis in die Bezirksklasse Jungen spielt. Der absolute Erfolg gelingt aber nicht, da ein Spieler die Mannschaft im Stich läßt. Im Jahr darauf werden die Jugendlichen in die 3. Herren übernommen mit dem Ergebnis, dass die Mannschaft in die Kreisliga aufsteigt. Die nachfolgende Schülermannschaft spielte nur 2 Jahre und hörte bis auf 2 Spieler unmotiviert auf.

 

Unglücklich steigt die 1. Herren wegen Erkrankung unseres Spitzenspielers Willi Wichmann ab. Das folgende Jahr bringt uns nicht weiter, erst 2001/2002 steigt die 1. Herren wieder in die 1. Bezirksklasse auf, dann steigt sie 2002/2003 wieder ab. Lediglich die Damen halten ihre Spielklasse im mittlerweile 16. Jahr! Kinder kommen zu den Übungsstunden, aber haben sie heute noch das Durchhaltevermögen wie die Kinder in den letzten 20 Jahren, die wir an unseren Sport erfolgreich herangeführt haben? Die letzten Jahre haben mir gezeigt wie schwierig es ist.

 

Unsere Sportart steht wie jede andere auch im Umbruch. Bei stetigen Mitgliederrückgängen müssen wir kreativer werden. Es kommt keiner mehr von alleine, wir müssen gute und interessante Angebote unterbreiten und dürfen neben der Leistungsabforderung den Spaßgedanken am Sport nicht beiseite schieben. Das war früher sicher auch nicht anders, gilt aber heute mehr denn je!

 

Tischtennis in der Schule könnte uns Kinder heranführen oder Tischtennis als Gesundheitssport im Erwachsenenbereich oder Seniorentischtennis bindet heute Erwachsene an den Verein. Wir brauchen sie als Mitglieder. Gerade unser Sport bietet ideale Voraussetzungen, „seinen“ Sport bis ins hohe Alter zu betreiben!

 

Daran aktiv mitzuwirken und mitzuarbeiten fordere ich alle Vereinsmitglieder im Jahr unseres 40-Jährigen Bestehens auf.

 

Heinz-Günter Schwarz

Spartenleiter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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